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Rezension 

"Beidseits von Auschwitz. Identitäten in Deutschland nach 1945"Beidseits von Auschwitz - Identitäten in Deutschland nach 1945

"... Beidseits von Auschwitz sammelt dreißig Beiträge von Autoren aus Deutschland, Israel, Polen, Österreich, Rumänien und der Schweiz, die zwischen 1929 und 1987 geboren sind und sich auf ganz persönliche Weise mit dem Erbe des Holocaust auseinandersetzen. Die Identitätsfrage durchzieht alle Texte.

Die zweite Generation der Shoa empfand, wie die Kinder der Täter, die Decke des Schweigens als bedrückend und verunsichernd. Somit offenbaren die Beträge – von Juden und Nichtjuden – schmerzhafte Identitätskonflikte.

Yaacov Naor, Kind Holocaustüberlebender, reflektiert die Weitergabe der Angsttraumata seiner Eltern. Sie „waren selbst verlorene Kinder“ (S. 51). Darunter litt auch er. Naor fühlte sich zeitlebens wie eine „Gedenkkerze“ (S. 52).

Ursula Sperling-Sinemus resümiert: „Das Schreiben dieses Textes war ein ständiger Lernprozess, ein Erinnern und Durcharbeiten“ (S. 208). Ihr Weg auf der Suche nach Wahrheiten (auch über die Täter-Rolle des Vaters und des Stiefvaters) durch alle Verwirrungen war erfolgreich.

Fazit: Ein wertvolles, mehrperspektivisches wie sensibles Konvolut über die Auseinandersetzung mit der Shoa."

Dorit Seichter,
Kurzbesprechung aus dem
"Jahrbuch Extremismus & Demokratie", Bd. 28 (2016), S. 427

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Lichtig-Verlag, Berlin 2015
ISBN: 978-3-929905-34-2
346 Seiten
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