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Neuerscheinung September 2016
Titel- Gabriel Berger: Umgeben von Hass und Mitgefühl, HG Nea Weissberg

RS - Gabriel Berger: Umgeben von Hass und Mitgefühl, HG Nea Weissberg

Gabriel Berger

Umgeben von Hass und Mitgefühl. Jüdische Autonomie in Polen nach der Shoah 1945-1949 und die Hintergründe ihres Scheiterns

Neuerscheinung September 2016

In dem Buch wird das auf den Zeitraum von 1945 bis 1949 begrenzte Experiment der Ansiedlung von Juden, Überlebenden des Holocaust, unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg in Niederschlesien beschrieben. Für kurze Zeit entstand in der inzwischen von den Deutschen weitgehend verlassenen Region eine „jüdische Republik“ mit eigener Selbstverwaltung, eigenen wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Strukturen und Jiddisch als Alltagssprache. Der von Jakob Egit und seinen Mitstreitern konzipierte „Jiddische Jischuv“ sollte eine Alternative zum zionistischen Projekt der Ansiedlung von Juden in Palästina werden. Das von der neuen kommunistischen Staatsmacht Polens zunächst unterstützte Projekt einer weitgehenden kulturellen, politischen und wirtschaftlichen Autonomie von Juden in Niederschlesien war trotz aller Widrigkeiten sehr erfolgreich. Es scheiterte aber an der durch pogromartige antisemitische Ausschreitungen ausgelösten panikartigen Flucht von Juden aus Polen, an der kommunistischen Gleichschaltung der Gesellschaft, dem antisemitisch aufgeladenen polnischen Nationalismus sowie an der durch Stalin initiierten antisemitischen Welle im gesamten Ostblock. Als Hintergrundinformation zu den Geschehnissen in Polen nach dem Krieg wird in dem Buch auch die antisemitische Stimmung im Vorkriegspolen sowie die Haltung der polnischen katholischen Bevölkerung zu ihren jüdischen Nachbarn während des Krieges beleuchtet. Angesichts des von deutschen Besatzern organisierten und vor den Augen der Polen ablaufenden Massenmordes an den Juden, dominierte in der polnischen Bevölkerung die Gleichgültigkeit. Weit verbreitet war aktive Mittäterschaft, besonders bei der Landbevölkerung, Denunziantentum in den Städten und die mehr oder weniger verdeckte Dankbarkeit, die Deutschen hätten den Polen die Lösung des „jüdischen Problems“ abgenommen. Tausende polnische Judenretter lebten in ständiger Gefahr, von ihren polnischen Nachbarn an deutsche Besatzer ausgeliefert zu werden, was sowohl für die Juden als auch für ihre mitfühlenden Retter den sicheren Tod bedeutete.

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Lichtig-Verlag, Berlin 2016
ISBN: 978-3-929905-36-6
200 Seiten
EUR 14,90


Veranstaltung am Samstag, den 8. Oktober 2016, 19.00 Uhr
Titel- Gabriel Berger: Umgeben von Hass und Mitgefühl, HG Nea Weissberg

Buchvorstellung und Lesung  
Gabriel Berger: Umgeben von Hass und Mitgefühl.

Der Autor Gabriel Berger liest aus seinem Buch: "Umgeben von Hass und Mitgefühl. Jüdische Autonomie in Polen nach der Shoah 1945-1949 und die Hintergründe ihres Scheiterns".

Lesung: Gabriel Berger
Moderation: Konstantin Münz

"Unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg, von 1945 bis 1949, wurde der Versuch unternommen, im polnischen Niederschlesien neben Polen auch Juden, Überlebende des Holocaust, gezielt anzusiedeln. In der von den Deutschen weitgehend verlassenen Region entstand für kurze Zeit eine „jüdische Republik“ mit eigener Verwaltung, eigenen wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Strukturen und Jiddisch als Verkehrssprache. Der von Jakob Egit und seinen Mitstreitern konzipierte „jiddische Jischuv“ sollte eine Alternative zur zionistischen Ansiedlung von Juden in Palästina werden. Das Projekt einer weitgehenden kulturellen, politischen und wirtschaftlichen Autonomie von Juden in Niederschlesien wurde von der neuen kommunistischen Staatsmacht Polens zunächst unterstützt. Es scheiterte aber an der durch pogromartige antisemitische Ausschreitungen ausgelösten panikartigen Flucht von Juden aus Polen, an der kommunistischen Gleichschaltung der Gesellschaft, dem antisemitisch aufgeladenen polnischen Nationalismus sowie an der durch Stalin initiierten antisemitischen Welle im gesamten Ostblock. Die Geschehnisse in Polen nach dem Krieg sind nur vor dem Hintergrund der antisemitischen Stimmung im Vorkriegspolen und der Kollaboration vieler Polen mit den deutschen Besatzern während des Krieges zu verstehen. Weit verbreitet war aktive Mittäterschaft beim Eintreiben und Töten von Juden sowie ein Gefühl der Erleichterung, die Deutschen hätten den Polen die Lösung des lästigen „jüdischen Problems“ abgenommen. Tausende polnische Judenretter lebten in ständiger Gefahr, von ihren polnischen Nachbarn an deutsche Besatzer verraten oder ausgeliefert zu werden, was sowohl für die versteckten Juden als auch für ihre mitfühlenden Retter den sicheren Tod bedeutete."
Jiddisch definierte eine komplexe europäische Lebenswelt der ost-und mitteleuropäischen Juden. Die Jüdische Autonomie in Niederschlesien war ein bedeutender Versuch die Jiddische Sprache zu erhalten, die im Zweiten Weltkrieg durch die Shoah nahezu mitvernichtet wurde.


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Veranstaltungsort:    buch|bund deutsch-polnische Buchhandlung
Sanderstr. 8
12047 Berlin-Neukölln
Telefon: 030 - 61 67 12 20

Eintritt: 4 €.


Veranstaltung am Donnerstag, den 13. Oktober 2016, 19.00 Uhr
Titel- Gabriel Berger: Umgeben von Hass und Mitgefühl, HG Nea Weissberg

Buchvorstellung und Lesung  
Gabriel Berger: Umgeben von Hass und Mitgefühl.

Der Autor Gabriel Berger liest aus seinem Buch: "Umgeben von Hass und Mitgefühl. Jüdische Autonomie in Polen nach der Shoah 1945-1949 und die Hintergründe ihres Scheiterns"

Moderation: Beate Kosmala

"Unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg, von 1945 bis 1949, wurde der Versuch unternommen, im polnischen Niederschlesien neben Polen auch Juden, Überlebende des Holocaust, gezielt anzusiedeln. In der von den Deutschen weitgehend verlassenen Region entstand für kurze Zeit eine „jüdische Republik“ mit eigener Verwaltung, eigenen wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Strukturen und Jiddisch als Verkehrssprache. Der von Jakob Egit und seinen Mitstreitern konzipierte „jiddische Jischuv“ sollte eine Alternative zur zionistischen Ansiedlung von Juden in Palästina werden. Das Projekt einer weitgehenden kulturellen, politischen und wirtschaftlichen Autonomie von Juden in Niederschlesien wurde von der neuen kommunistischen Staatsmacht Polens zunächst unterstützt. Es scheiterte aber an der durch pogromartige antisemitische Ausschreitungen ausgelösten panikartigen Flucht von Juden aus Polen, an der kommunistischen Gleichschaltung der Gesellschaft, dem antisemitisch aufgeladenen polnischen Nationalismus sowie an der durch Stalin initiierten antisemitischen Welle im gesamten Ostblock. Die Geschehnisse in Polen nach dem Krieg sind nur vor dem Hintergrund der antisemitischen Stimmung im Vorkriegspolen und der Kollaboration vieler Polen mit den deutschen Besatzern während des Krieges zu verstehen. Weit verbreitet war aktive Mittäterschaft beim Eintreiben und Töten von Juden sowie ein Gefühl der Erleichterung, die Deutschen hätten den Polen die Lösung des lästigen „jüdischen Problems“ abgenommen. Tausende polnische Judenretter lebten in ständiger Gefahr, von ihren polnischen Nachbarn an deutsche Besatzer verraten oder ausgeliefert zu werden, was sowohl für die versteckten Juden als auch für ihre mitfühlenden Retter den sicheren Tod bedeutete."
Jiddisch definierte eine komplexe europäische Lebenswelt der ost-und mitteleuropäischen Juden. Die Jüdische Autonomie in Niederschlesien war ein bedeutender Versuch die Jiddische Sprache zu erhalten, die im Zweiten Weltkrieg durch die Shoah nahezu mitvernichtet wurde.


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Veranstaltungsort:    Rathaus Schöneberg
Goldener Saal
John-F.-Kennedy-Platz
10825 Berlin


Veranstaltung am Dienstag, den 25. Oktober 2016, 19.30 Uhr
Titel-Beidseits von Auschwitz - Identitäten in Deutschland nach 1945, HG Nea Weissberg, Jürgen Müller-Hohagen

Gespräch mit Yaacov Naor 
„Beidseits von Auschwitz - Identitäten in Deutschland nach 1945“

Yaacov Naor aus Israel im Gespräch mit der Second Generation und der „Nachfolge-Generationsgruppe“.
Yaacov Naor wird englisch sprechen, versteht aber auch deutsch

Artikel auf Deutsch von Yaacov Naor: „Psychodrama als Dialog mit dem Feind: Zur Heilung der generationsübergreifenden Weitergabe des Holocaust-Traumas“ (Übersetzung: Bella Wohl) in „Beidseits von Auschwitz - Identitäten in Deutschland nach 1945“ erschienen, S. 46-54. HG. Weissberg, Nea & Müller-Hohagen, Jürgen, Berlin 2015 (www.lichtig-verlag.de)

Yaacov Naor: „Heimat kann man nicht mit einem one way Ticket kaufen“ (Übersetzung: Nea Weissberg-Bob) in „Als man Juden alles, sogar das Leben raubte... Über die nachträgliche Wirksamkeit nationalsozialistischer Zerstörung“ - Gespräche mit Nachkommen von Tätern und Opfern, S.27-40. HG. Weissberg-Bob, Nea, Berlin 1996.

Yaacov Naor is a Certified Therapist, Trainer and Supervisor in Psychodrama, Group Psychotherapy and Expressive Arts Therapy. He has been teaching in these areas in Europe, the USA, South America, Canada, Australia and Israel for the last 35 years. He is the founder and director of "Isis Israel-Psychodrama and Intermodal Expressive Arts Therapy Center" in Tel Aviv. He is an expert on Transgenerational Transmission of Trauma and co-founder of The International School of Transgenerational Therapy. He is a Founding member and first president of the Israeli Association of Psychodrama. Since 1986 he has been leading special psychodrama dialogue groups for second and third generation Holocaust survivors together with young Germans and between Palestinians and Israelis. He is a Founding Member of FEPTO- Federation of European Psychodrama Training Organization. He served on the board of IAGP- the International Association of Group Psychotherapy and Group Processes as Chair of the Psychodrama Section. (2012-2015)


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Veranstaltungsort:    Der Veranstaltungsort wird nach der Anmeldung mitgeteilt

Eine schriftliche Anmeldung ist aus Organisationsgründen vorab erforderlich!

per Mail: info@lichtig-verlag.de


Veranstaltung am Mittwoch, den 2. November 2016, 10.00 Uhr
Titel- Gabriel Berger: Umgeben von Hass und Mitgefühl, HG Nea Weissberg

Lesung und Gesprächsrunde  
Gabriel Berger: Umgeben von Hass und Mitgefühl.

Jüdische Autonomie im polnischen Niederschlesien nach 1945. Hintergründe eines gescheiterten Experiments.“ - Lesung und Gesprächsrunde mit Gabriel Berger, dem Buchautor ("Umgeben von Hass und Mitgefühl") und Nea Weissberg, der Verlegerin (Lichtig Verlag).

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Veranstaltungsort:    Sprachcafe Polnisch
Nachbarschaftshaus Zukunftswerkstatt Heinersdorf e.V. - Alte Apotheke
Romain-Rolland-Str. 112
13089 Berlin-Heinersdorf

Anfahrt: Endhaltestelle Tram M2, Bus 155, X54, 158


Veranstaltung am Freitag, 27. Januar 2017, 20.00 Uhr
Titel- Gabriel Berger: Umgeben von Hass und Mitgefühl, HG Nea Weissberg

Buchvorstellung und Lesung  
Gabriel Berger: Umgeben von Hass und Mitgefühl.

Der Autor Gabriel Berger liest aus seinem Buch: "Umgeben von Hass und Mitgefühl. Jüdische Autonomie in Polen nach der Shoah 1945-1949 und die Hintergründe ihres Scheiterns"

"Unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg, von 1945 bis 1949, wurde der Versuch unternommen, im polnischen Niederschlesien neben Polen auch Juden, Überlebende des Holocaust, gezielt anzusiedeln. In der von den Deutschen weitgehend verlassenen Region entstand für kurze Zeit eine „jüdische Republik“ mit eigener Verwaltung, eigenen wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Strukturen und Jiddisch als Verkehrssprache. Der von Jakob Egit und seinen Mitstreitern konzipierte „jiddische Jischuv“ sollte eine Alternative zur zionistischen Ansiedlung von Juden in Palästina werden. Das Projekt einer weitgehenden kulturellen, politischen und wirtschaftlichen Autonomie von Juden in Niederschlesien wurde von der neuen kommunistischen Staatsmacht Polens zunächst unterstützt. Es scheiterte aber an der durch pogromartige antisemitische Ausschreitungen ausgelösten panikartigen Flucht von Juden aus Polen, an der kommunistischen Gleichschaltung der Gesellschaft, dem antisemitisch aufgeladenen polnischen Nationalismus sowie an der durch Stalin initiierten antisemitischen Welle im gesamten Ostblock. Die Geschehnisse in Polen nach dem Krieg sind nur vor dem Hintergrund der antisemitischen Stimmung im Vorkriegspolen und der Kollaboration vieler Polen mit den deutschen Besatzern während des Krieges zu verstehen. Weit verbreitet war aktive Mittäterschaft beim Eintreiben und Töten von Juden sowie ein Gefühl der Erleichterung, die Deutschen hätten den Polen die Lösung des lästigen „jüdischen Problems“ abgenommen. Tausende polnische Judenretter lebten in ständiger Gefahr, von ihren polnischen Nachbarn an deutsche Besatzer verraten oder ausgeliefert zu werden, was sowohl für die versteckten Juden als auch für ihre mitfühlenden Retter den sicheren Tod bedeutete."
Jiddisch definierte eine komplexe europäische Lebenswelt der ost-und mitteleuropäischen Juden. Die Jüdische Autonomie in Niederschlesien war ein bedeutender Versuch die Jiddische Sprache zu erhalten, die im Zweiten Weltkrieg durch die Shoah nahezu mitvernichtet wurde.


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Veranstaltungsort:    Buchhandlung Thaer
Bundesallee 77
12161 Berlin

Eintritt: 6 € / ermäßigt 5 €

Anmeldung erbeten unter
Tel.: 8527908
oder
per Mail: mail@thaer.de


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